Ein Streifzug durch die Natur von Zumikon nach Looren
Behauptungen zu unterschiedlichsten Themen forderten das Wissen der Teilnehmer heraus
Trotz unsicherer Wetterprognose fanden sich etwa 16 Teilnehmer und Teilnehmerinnen am frühen Sonntagmorgen bei der Forchbahnstation in Zumikon ein. Wir alle wurden nicht enttäuscht, zum einen weil sich das Wetter zu einem angenehmen Frühlingstag entwickelte und zum anderen durften wir einer spannenden und äusserst abwechslungsreichen Exkursion beiwohnen. Dabei kamen nicht nur Vögel, sondern auch Insekten, Amphibien, Fledermäuse, Raubtiere und Pflanzen zur Sprache.
An verschiedenen Stationen entlang der Exkursionsroute stellten die Exkursionsleiterinnen und -leiter Lebensräume mit den dazugehörenden Lebewesen vor und stellten Behauptungen auf (wahre und unwahre), die unser Wissen herausforderten. Was stimmt, was stimmt nicht? Zum Beispiel, wer hätte gewusst, dass in der Mitte des letzten Jahrhunderts der Gartenrotschwanz die häufigste und am weitesten verbreitete Vogelart in der Schweiz war, noch vor dem Buchfink und der Amsel. Oder dass die nächsten Verwandten des Turmfalken nicht etwa andere Greifvögel sind, sondern Papageien. Die Behauptung, dass der Zitronenfalter gelb ist, weil er Löwenzahn frisst, ist natürlich falsch, sondern die gelbe Farbe stammt von Pigmenten, die er selbst herstellen kann. Entwickeln sich alle Amphibien aus Laich, den sie im Wasser ablegen? Nein, eine Ausnahme ist der Feuersalamander, der lebendgebärend ist. Dabei entlässt er die schon weit entwickelten Larven direkt ins Wasser. Das heute recht seltene Hermelin wurde früher intensiv bejagt, wegen des begehrten Fells. Die Felle, samt dem schwarzen Schwänzen, wurden zu Mänteln verarbeitet, wobei für einen einzigen Mantel bis zu 1000 (!) Felle benötigt wurden. Ist der Faulbaum (eigentlich ein Strauch, der zu den Kreuzdorngewächsen gehört), von dem sich die Larven des Zitronenfalters ernähren, wirklich faul? Nein, sein Rinde entwickelt beim Verreiben einen fauligen Geruch. Und vieles mehr.
Befriedigt und um viele Erfahrungen reicher, erreichten wir schliesslich gegen Mittag den Looren, wo wir mit privatem Shuttle wieder an den Ausgangspunkt gebracht wurden. (al)